P1000488

Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist wohl das grundlegendste und weitreichendste Thema für das Fortbestehen der Menschheit. Sie kann eines der schönsten, aber auch eines der leidvollsten Erfahrungen im eigenen Leben sein. Hier geht es im Speziellen um den Umgang mit leidvollen Erfahrungen:
  • schwierige Schwangerschaften – persönlicher Umgang und Entscheidungen
  • Fehlgeburten
  • Schwangerschaftskonflikte – das prinzipielle Entscheiden für oder gegen ein Kind
  • Beziehungsprobleme innerhalb schwieriger Schwangerschaften
Die Themen können mit SchamSchuld und unendlicher Traurigkeit behaftet sein. Es ist nach wie vor ein absolutes Tabuthema in unserer Gesellschaft und ein wahrlich intimes Thema, aber es ist wichtig den Mut aufzubringen und sich Hilfe, welcher Art auch immer, zu holen. Das Ansprechen und „Offenlegen“ dieser unangenehmen Themen kann große Erleichterung bringen. Die Mitteilung über eine Schwangerschaft kann ganz unterschiedlich von den werdenden Eltern aufgenommen werden. Das sich beide Elternteile riesig freuen, gemeinsam Vorbereitungen treffen und die Schwangerschaft als wahre Freude erleben, ist wünschenswert, aber leider nicht immer Realität. Werden innerhalb der Schwangerschaft z. B. Erkrankungen bei Kind oder Mutter festgestellt, kann die Schwangerschaft sehr traumatisch verlaufen. Es können sich Ängste und große Unsicherheiten aufbauen. Unter Umständen müssen schwerwiegende, verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden. Einen weiteren Schwierigkeitsgrad können unterschiedliche Einstellungen der Elternteile aufweisen. Hier kann es zu Beziehungsproblemen kommen. Diese sind besonders in dieser Phase des Lebens für Aufbau und/oder Erweiterung von Familienbeziehung und Bindungsverhalten innerhalb der Familie nicht förderlich. Auch die bewusste Entscheidung gegen ein Kind, egal aus welchen Gründen, kann von werdenden Eltern in Betracht gezogen werden. Auch solch nachhaltige Entscheidungen können die unterschiedlichsten Emotionen und Reaktionen auslösen. Tiefe Traurigkeit kann eine davon sein. Was sind eigentlich Schuld und Scham?

Es sind komplexe, tiefe soziale Gefühle, selbstbezogene Emotionen. Im Mittelpunkt steht das Ansehen mit allen Aspekten bis zum Verlust des Ansehens auch teilweise nur der scheinbare Verlust. 

Aber Schuld- und Schamempfinden sind wichtige emotionale Fertigkeiten im sozialen Miteinander. Aus soziobiologischer und ethnologischer Perspektive sind beide Emotionen zum einen biologisch archaische Zeugnisse der Entwicklung zum sozialen Homo sapiens der Gegenwart, zum anderen im Rahmen der Sozialisation erworbenes und unabdingbares Rüstzeug für die differenzierte Begegnung mit dem Mitmenschen aber auch mit sich selbst. (1)

Scham

Es ist zwischen Beschämung und Scham zu unterscheiden. Die Beschämung erfolgt durch einen scheinbar Machtvolleren, Stärkeren, sie zielt ab auf u.a. Merkmale, Wesen, Charakter. Ein Zurückweisen oder Widerlegen fällt schwer. Oft werden Beschämungen auch in der Kindheit ausgelöst. Es muss gar nicht immer etwas Gravierendes sein. Beschämungen können Glaubenssätze mit sich bringen. 

Die natürliche Scham ist angeboren. Sie zeigt sich – manchmal mit Erröten –  wenn ein Mensch etwas ganz Persönliches, Intimes oder für ihn Wichtiges offenbart und mit anderen teilt. Es kann auch Scham entstehen, die unausgesprochen nur im Verborgenen durch das Anschneiden eines heiklen Themas entsteht. Jeder von uns hat seinen Wesenskern, die natürliche Scham ist eine Art Grenzzaun zum Schutz seines inneren Wesens. 

Die Scham weckt durchaus auch Mitgefühl beim Gegenüber, das Schamlose eher weniger. 

Wer sich schämt der fürchtet Verlust von Ansehen oder gar Ausgrenzung. 

Scham hat auch positive Funktionen, es hat etwas Bewahrendes an sich. 

Die Scham diente schon im Mittelalter als offizielles Mittel der Disziplinierung der Menschen. Ist das wirklich noch zeitgemäß? Anpassung und Abgleich innerhalb der sozialen Gemeinschaft ist wichtig, wir Menschen brauchen das „sich Gutfühlen“ und gesehen werden. ABER: Meiner Ansicht nach ist es wichtig sich wahrhaftig zu zeigen und zu seiner Individualität zu stehen, egal ob es für die soziale Gemeinschaft ok ist oder nicht. 

Schuld

Hier ist der Bezug auf ein bestimmtes Verhalten gerichtet. Dieses Verhalten kann auch unterdrückt werden. Schuld ist verhandelbar und sie kann zurückgewiesen werden. Wenn man sich zur Schuld bekennen kann, kann um Verzeihung gebeten werden.

Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, den Betroffenen in aufgezeigten Phasen des Lebens Unterstützung zu geben. Die Frau hat die tragende Rolle, aber Männer betrifft dieses Thema gleichwertig.

 

Es gibt Auswege aus solchen Kreisläufen, auch wenn es anfänglich nur „Gucklöcher“ sind, aber Sie sollten es sich wert sein, einen Schritt aus dem Kreislauf herauszutreten, um die Welt wieder mit anderen Augen sehen zu können.

sunflowers-3640938_1920

Ich habe erlebt, wie sich Scham und Schuld anfühlen kann, ich bin ehrlich mit diesen Themen, ich reiche Ihnen meine Hand. 

Es erfordert viel Kraft mit seinen Themen alleine zu leben, aber es bedarf Mut sich unterstützen zu lassen – ich kann das gut nachvollziehen, deshalb biete ich Ihnen ein kostenloses Erstgespräch zum Kennenlernen an. 

Wenn Sie sich für eine Zusammenarbeit, wie diese aussehen soll, liegt in Ihrem Ermessen, entscheiden, dann schließen wir einen Behandlungsvertrag ab. Das schafft Transparenz und Vertrauen.

Die reguläre Behandlungseinheit beträgt 60 Minuten – 68 Euro. 

Ich freue mich auf Sie! Kontaktieren Sie mich telefonisch unter 030/86 38 74 68 oder per Email anja.baeumer@raum-fuer-vertrauen.de

Quelle: (1) – Lammers M, Ohls I. – Mit Schuld, Scham und Methode.

Scroll to Top