Angst

Kennen Sie das Gefühl der Angst?

Ich bin davon überzeugt, dass jeder dieses Gefühl kennt.
Angst ist ein biologischer und evolutionärer Schutzschild. Es handelt sich um ein sinnvolles, sehr fein definiertes Vorgehen im Gehirn.

Man geht davon aus, dass folgende Ängste angeboren sind:

  • vor Abgründen (Höhe)
  • vor Dunkelheit
  • vor Blitz und Donner

Allerdings scheint es so, als nehmen andere Ängste unter den Menschen drastisch zu. Das hat nichts mehr mit den „normalen Ängsten“ zu tun.

Wie entsteht Angst?

Es ist keine kognitive Entscheidung, ob ich Angst habe oder nicht. Angst wird vom Gehirn bewertet und gesteuert.

Der Thalamus erhält Schlüsselreize verschiedenster Art und vermittelt der Amygdala (Mandelkern), welche Situation wahrgenommen wird. Die Amygdala ist Teil des limbischen Systems, das eine große Rolle für die Verarbeitung von Emotionen spielt. Jede Gehirnhälfte besitzt einen Mandelkern. Die Amygdalae entscheiden über die gefühlsmäßige Reaktion in der betreffenden Gefahrensituation.

Wird Gefahr analysiert, werden über den Hypothalamus die nötigen Energien im Körper mobilisiert. Unser vegetatives Nervensystem fährt seine bewährten Programme im Bruchteil von Sekunden. Über die Nebennieren kommt es zur Ausschüttung von Botenstoffen (u. a. Adrenalin und Noradrenalin). Kreislauf und Muskelapparat werden in Alarmbereitschaft versetzt. Der Herzschlag erhöht sich, der Blutdruck steigt, die Muskeln spannen sich an. Körper und Geist sind konzentriert und in höchster Leistungsbereitschaft. Der Flucht- Kampf-Mechanismus ist aktiviert.

Nach der Orientierungsphase und dem Abklingen der Angstreaktion stellt sich normaler Weise wieder Entspannung ein.

Die Schwelle zwischen gesunder und krankhafter Angst

Die meisten unserer Ängste, die uns im Alltag begleiten sind erworben. Sie werden übernommen, erlernt oder aber haben sich durch traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit tief im Gehirn „festgesetzt“. Sie werden dann in den Amygdalae gespeichert und verankert. Sodann kann ein Mensch auch lebenslang von Ängsten begleitet werden. 

Fließende Übergänge zwischen gesunder und krankhafter Angst erschweren das Erkennen. Die Spanne von einem unguten Gefühl bis hin zu heftigen Angstgefühlen mit starken körperlichen Beschwerden ist groß. Von krankhaften Ängsten spricht man, wenn sie bezüglich Intensität oder Dauer außer Kontrolle geraten, wenn sie das Gefühlsleben, die Handlungsfähigkeit sowie den Alltag der betroffenen Menschen einschränken und zu beherrschen beginnen.

 Hat die Angst wirklich was mit mir zu tun?

Es ist wichtig genau hinzuschauen und mit wachem Geist zu erkennen, ob die von außen an uns herangetragenen Ängste wirklich was mit uns zu tun haben. Wir nehmen Angst an. Sie kann wie eine übertragbare Krankheit wirken. Der Körper stellt sich auf Gefahr ein. Es ist nicht sinnvoll und es entwaffnet uns u. U. komplett körperlich und geistig. Es gibt Menschen, die können aus ihrer Biografie heraus den klaren Unterschied schwer abschätzen, aber das sind bei weitem nicht so viele Menschen.

Nur ein kleiner Auslöser kann die Angst rauslocken. Angst senkt das Energieniveau im Körper. Es bringt uns in ein Ungleichgewicht und schwächt unser Immunsystem.

Man kann sich seiner Angst stellen und kann genau hinschauen, wann die eine oder andere Angst entstanden ist.

Gerade in Zeiten wie diesen, ist Klarheit, Balance und Vertrauen in sich selbst von höchster Wichtigkeit.

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